Geschäftsidee

Zu Beginn der Gründung eines Unternehmens ist es wichtig, eine Geschäftsidee zu haben, mit welcher es sich lohnt,  in die Selbstständigkeit zu wechseln. Wenn jedoch noch keine Geschäftsidee existiert, ist es von Vorteil sich diese gründlich zu überlegen, da sie der essentielle Bestandteil des späteren Erfolgs darstellt. Wie finde ich allerdings eine passende Geschäftsidee?

Hierbei kann nach bestimmten Marktlücken gesucht werden: durch Medien, das Internet oder auch durch Gespräche mit seinen Mitmenschen. Studien oder Berichte von Marktforschungsinstituten, sowie Fachmessen oder Aufenthalte im Ausland können weiterhin Quellen für neue Geschäftsideen darstellen. Zudem kann die bisherige berufliche Beschäftigung darüber Aufschluss geben, welche Idee Potenzial für die Selbstständigkeit bietet. Gerade Defizite oder Unvollkommenheiten im täglichen Arbeitsumfeld können gezielt untersucht werden, um anhand dessen bestimmte Techniken oder Alternativen zu entwickeln und einen oder mehrere Prozesse zu optimieren.

Falls keine Geschäftsidee gefunden wird, gibt es auch die Möglichkeit, sich mit bestehenden Ideen selbstständig zu machen, beispielsweise über Franchising.

Wie jedoch schütze ich meine Idee, damit sich diese niemand zu Eigen machen kann? Wie gewinne ich dabei gleichzeitig Kapitalgeber, welche ich mit meiner Idee überzeugen kann?

Hierbei ist es wichtig, neben Abschluss von Vertraulichkeitsvereinbarungen mit potentiellen Kapitalgebern und Geschäftspartnern u.a. diese Idee auch gesetzlich zu schützen, da dieser Schutz (im Gegensatz zu Verträgen) gegenüber jeder Person gilt. Allerdings ist nach deutschem Recht eine Idee alleine nicht schutzfähig, nur beispielsweise das Know-How (technische Verfahren), das Show-How (Prozessbeschreibungen), Marken oder technische Entwicklungen.

Nach dem deutschen Markenrecht können besonders Marken(-zeichen) geschützt werden. Von Farbzusammenstellungen über Hörzeichen bis hin zu Verpackungsformen zählen alle zu den schützenswerten Ideen der Marken(-zeichen).

Das Patent- und Gebrauchsmusterrecht umfasst vor Allem den Schutz von technischen Erfindungen. Der Schutz nach dem Patentrecht ist jedoch ein kostspieligeres und länger andauerndes Verfahren, bietet aber Schutz technischer Erfindungen und Verfahren bis zu 20 Jahren im Gegensatz zum Gebrauchsmusterrecht, welches technische Verfahren nicht miteinschließt und nur Schutz von bis zu 10 Jahren bietet.

Allerdings stellt das Gebrauchsmusterrecht einen weitaus schnelleren und kostengünstigeren Weg dar, um technische Erzeugnisse schützen zu lassen.

Gemäß § 2 Abs. 2 des Urheberrechts sind nur Werke geschützt, die persönliche und geistige Schöpfungen sind. Darunter fallen überwiegend Computerprogramme, Werke der Musik, Filmwerke, Werke der Baukunst, Zeichnungen, Pläne, Skizzen, Karten du Tabellen, wie es in § 2 Abs. 1 des Urheberrechts aufgeführt ist.

Als Beispiel hierfür kann eine Homepage eines Unternehmens herangezogen werden, welche ihre Dienstleistung im Webdesign beschreibt und erläutert, wie dabei vorzugehen ist. Wenn der Content dieser Website im Wortlaut übernommen werden würde, gäbe es einen Verstoß gegen das Urheberrecht. Wenn jedoch ein anderes Unternehmen derselben Tätigkeit nachgeht, sprich als Dienstleistung auch das Webdesign anbietet, so liegt kein Verstoß vor, obwohl beide Unternehmen derselben „Idee“ in Bezug auf die Geschäftstätigkeit nachgehen.

Eine weitere Möglichkeit, seine Idee zu schützen, bieten sogenannte NDAs, also Non Disclosure Agreements, die meist vor einer Zusammenarbeit mit potentiellen Kapitalgebern oder Partnern unterschrieben werden und zur Verschwiegenheit verpflichten. Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer haben schon aufgrund ihres Berufs eine Schweigepflicht, wodurch ein solches NDA in Bezug auf diese Berufsgruppe überflüssig wäre.

In diesen NDAs kann auch keine abstrakte Idee geschützt werden, sondern nur eine spezifische und individuelle Idee. Es muss außerdem klar geregelt sein, welche Gesprächsinhalte der Verschwiegenheit unterliegen und welche offen kommuniziert werden dürfen.